Zeit zu handeln, nicht zuletzt für die Generation unserer Kids
Christoph Riedweg
ab Mai 2026 im Zürcher Gemeinderat –
ganz 💚💙lichen Dank für jede Stimme❤️❤️
Am 8. März 2026 wurde der Gemeinderat – das Parlament der Stadt Zürich – für die Legislatur 2026–2030 neu gewählt. Dank eines hochmotivierten Wahlkampfs konnten wir den Wähler:innenanteil in unseren Kreisen 7 & 8 fast halten (12.64% gegenüber 13.22% vor vier Jahren) und das Ziel, die beiden Sitze zu verteidigen, mit der Bestätigung von Xenia Voellmy (bisher) und meiner Wahl erreichen.
Allen Mitstreitenden unserer tollen Kreispartei sei für das grandiose Engagement ganz herzlich gedankt
!
Liberal, aber mit Gemeinsinn. Natürlich geht das.
Politische Schwerpunkte
Umwelt
Es ist höchste Zeit, gemeinsam das Steuer herumzureissen – für unsere Kinder, für unsere Zukunft
Dafür braucht es alle: Wirtschaft, Politik, aber auch jede:n einzelne:n – wir alle können an der Stelle, wo wir sind, etwas zur Bewältigung dieser so noch nie dagewesenen, für den Anthropozän typischen Herausforderung und Krise beitragen.
Dabei muss die Politik alles tun, dass die Ärmeren und sozial Schwächeren nicht weiter abgeschlagen werden, sondern die Chancen, die diese Transformation ebenfalls bietet, auch ihnen zugute kommen.
Bildungspolitik
Als Vater zweier Jungs (12 und 13 Jahre) liegt mir die Bildung ausserordentlich am Herzen – vom Kindergarten über Primar- und Sekundarschule bzw. Gymnasium bis zur den Hochschulen. Dabei ist auch dem schweizerischen Königsweg der Berufsbildung grösste Aufmerksamkeit zu schenken: Das Erfolgsmodell der Schweiz gründet sich wesentlich darauf, dass nicht der Fehler gemacht wurde, einzig den akademischen Bildungsweg zu privilegieren – darum beneiden uns heute viele andere Länder zu Recht.
Foto: © Universität Zürich; Frank Brüderli
Kulturpolitik
Kultur in all ihren Erscheinungsformen – von der Alltagskultur über Popkultur, Design und Architektur bis zur sog. Hochkultur – ist letztlich das Lebenselixier jeder menschlichen Gemeinschaft. Sie öffnet die Augen für Grundsätzliches und lässt uns über uns selbst hinauswachsen.
Als Geisteswissenschaftler und Organist (Lehrdiplom SMPV) habe ich das Privileg, mich professionell mit Kultur zu beschäftigen, und als Direktor des Schweizerischen Kulturinstituts in Rom von 2005 bis 2012 konnte ich tiefe Einblicke in die moderne Kunst und die wichtigsten Formen der Kulturförderung im schweizerischen Föderalismus gewinnen.
Es versteht sich von selbst, dass ich mich auch in der Politik mit Enthusiasmus für die Kultur auf allen Ebenen engagieren und unermüdlich deren vitale Bedeutung für die Gesellschaft unterstreichen werde.
Gemeinwohl
«Liberal, aber mit Gemeinsinn. Natürlich geht das»: so lautet einer der Slogans der GLP. Er ist mir so richtig aus dem Herzen gesprochen: Politik, das hat schon Platon unterstrichen, soll sich letztlich stets am Gemeinwohl orientieren, mit Werten und Toleranz verbunden und in jeder Hinsicht nachhaltig sein – im Hinblick auf Umwelt, Ressourcen, Bildung und Kultur.
Persönlich
Velofahrer, Jogger, Familienvater, Gräzist – alles mit Leidenschaft
Nach Studien von Griechisch, Latein und Musikwissenschaften, dem Diplom für das Höhere Lehramt und einem Lehrdiplom Orgel SMPV hatte ich das enorme Privileg, während dreier Jahre in Oxford, Leuven und München von 1988–1991 die Welt zu entdecken und die Habilitation zu schreiben.
Von 1993–1996 durfte ich dann Griechische Literatur an der Universität Mainz unterrichten und von September 1996 bis Januar 2023 an unserer Alma Mater Turicensis, unterbrochen von 8 unvergesslichen Jahren als Direktor des Istituto Svizzero di Roma (2005–2012).
Die politischen und gesellschaftlichen Veränderungen haben mich seit jeher umgetrieben, und die Gründung des ZAZH – Zentrum Altertumswissenschaften Zürich, das ich von 2018–2022 leiten durfte, zielte genau darauf ab, die ungebrochene Aktualität des antiken Denkens für drängende Fragen der Gegenwart wie Migration, Demokratie und Populismus, Pandemien und europäische Identitätskonstruktionen ins Zentrum zu rücken.
Podiumsdiskussion «Quo vadis, Demokratie?» mit der ehemaligen Bundesrätin und Bundespräsidentin Ruth Dreifuss und der Co-Präsidenten der Operation Libero Flavia Kleiner zur Eröffnung der zweiten interdisziplinären ZAZH-Ringvorlesung «Demokratie, Demagogie und Populismus in der Antike und heute» an der UZH am 18. Februar 2020
Podiumsdiskussion «Was macht Europa aus?» mit Nationalrätin Tiana Angelina Moser und Prof. Dr. Tanja Itgenshorst (Fribourg) zum Abschluss der vierten ZAZH-Ringvorlesung «Europäische Antike – Antikes Europa? Variationen der Bezugnahme auf die Antike in der Entwicklung europäischer Identitäten» an der UZH am 24. Mai 2022.
Öffentlicher Abendvortrag von François Bayrou (Haut-Commissaire au Plan, Maire de Pau) über «L’héritage de l’Antiquité dans la réflexion sur l’Europe contemporaine» im Rahmen der zweiten internationalen ZAZH-Tagung «Identitätskonstruktionen. Zur Rolle der Antike für die europäische und aussereuropäische Selbstfindung» an der UZH am 1. September 2022.
Aktuell
Fraktionserklärung GLP zum Hitze- und Dürresommer 2026
Wir sind alle betroffen von den Erfahrungen dieses Sommers, der unzählige Rekorde bzgl. Hitze, Trockenheit und Waldbränden gebrochen hat und doch vermutlich nur die sprichwörtliche Spitze des Eisbergs ist. Die letzten Wochen fühlten sich in Zürich tatsächlich in etwa so an wie früher Rom im August. Dass unsere auf über 400m, viel weiter nördlich liegende Stadt inzwischen mit der fast am Mittelmeer gelegenen città eterna konkurrieren kann, ist schon ziemlich verrückt, und man fragt sich, wohin die Reise gehen soll.
Dabei blieb uns im Vergleich zu Frankreich, Spanien, Griechenland und jetzt auch England, Deutschland, Belgien und Kroatien das Schlimmste noch erspart – von den gleichzeitig in China, Japan und anderswo zu verzeichnenden kolossalen Überschwemmungen ganz zu schweigen. Dass es sich kaum um singuläre Ausschläge, sondern um die von der Wissenschaft seit langem antizipierten Folgen des Klimawandels handelt, ist kaum mehr zu bezweifeln, und die enormen gesundheitlichen und auch ökonomischen Folgen dieser Extremereignisse beginnen sich erst allmählich abzuzeichnen und auch ins öffentliche Bewusstsein einzutreten.
Umso unbegreiflicher ist es, wenn bis vor kurzem auf der rechten Ratsseite aus dem Klimawandel ein Element des Kulturkampfes gemacht wurde, im Einklang mit Vordenker:innen in Amerika, Frankreich, Spanien oder Deutschland. Vor weniger als einem Jahr nannte der 47. US-Präsident den Klimawandel vor der UNO eine Erfindung von Leuten mit bösen Absichten, die auf einem Weg der völligen Zerstörung seien[1]. Noch vor diesen Sommerferien mussten wir uns auch in diesem Haus wieder einmal das Wort Klimawahn anhören.
Die letzten Wochen haben eindrücklich gezeigt, dass die Zeichen auf Sturm stehen und es höchste Zeit ist zu handeln. Das ist jedoch nur wirkungsvoll möglich, wenn wir alle hier im Rat – unabhängig von sicher weiterbestehenden Differenzen im einzelnen – im Grossen und Ganzen am selben Strick ziehen.
Wir von der GLP rufen daher alle dazu auf, die Grabenkämpfe aufzugeben und gemeinsam unsere tolle Stadt sowohl in der Klimawandelprävention wie bei den ebenso nötigen Anpassungsmassnahmen zügig voranzubringen.
Die grossen Weichen werden im Kanton und vor allem beim Bund gestellt. Aber auch wir sollten angesichts der Dringlichkeit der Situation noch entschieden ambitionierter agieren und uns nicht nur auf den gesprochenen Geldern für den Ausbau von thermischen Netzen und Stadtbegrünungsprogrammen ausruhen.
Handlungsbedarf besteht aus Sicht der GLP insbesondere bei der Elektromobilität: Dass das rot-grüne Zürich bis heute bei der Implementierung von Ladestationen für E-Autos – vor allem auch in den blauen Zonen – im Vergleich zu anderen Städten hinterherhinkt und daher den Verbleib bei fossil betriebenen Fahrzeugen begünstigt, empfinden wir seit Jahren als skandalös. Eine Überlegung wert wäre auch eine Förderung für kleine und mittlere Betriebe, um diese sofort zu einem Umstieg auf Elektromobilität zu motivieren. Eine wichtige Rolle spielen aus unserer Sicht ebenfalls die Negativemissionstechniken. Hier wäre zu prüfen, ob Zürich neben dem einen Projekt im Werdhölzli nicht zu einer Pilotstadt von einer ganzen Reihe solcher Technologien werden könnte, genannt seien etwa die im letzten Jahr mit dem Nobelpreis für Chemie ausgezeichneten Metall-Organischen Gerüstverbindungen (MOF), die es erlauben, CO2 aus der Luft zu binden.[2]
Auch sollte KlimUp, das auf eine Motion der GLP zurückgehende Förderprogramm der Stadt Zürich für Start-Ups und NPOs im Umweltsektor, erheblich ausgebaut werden. Die richtige Richtung eingeschlagen wurde bei der Dekarbonisierung der Heizungen, aber auch da muss der vorgezeichnete Weg konsequent weitergegangen werden, genauso wie auch beim stärkeren Ausbau von Solarmodulen, u.a. auch auf Fassaden und denkmalgeschützten Häusern.
Selbstverständlich sollen zudem die Massnahmen zur Hitzeminderung intensiviert werden, d.h. mehr Schwammstadt und mehr Baumerhalt, und dort, wo es gesundheitlich erforderlich ist, wie in Altersheimen oder auch in Schulen, müssen unbedingt Klimaanlagen installiert werden können.
Diese kurzfristigen Reaktionsmassnahmen sind wichtig, sollen aber, wie auch Stadtrat Andreas Hauri am Wochenende im Tagesanzeigerinterview gefordert hat[3], nicht von der gewaltigen Aufgabe ablenken, vor der wir alle stehen: Den menschengemachten Klimawandel endlich ernst zu nehmen und langfristige Massnahmen zur Reduktion von CO2-Emissionen umzusetzen.
Kurz, es gibt viel zu tun, um die Stadt und ihre Bewohner:innen für die nicht erst in ferner Zukunft weiter zunehmenden Herausforderungen des Klimawandels fit zu machen und insbesondere die vulnerablen Glieder unserer Gesellschaft vor deren schlimmsten Folgen zu schützen.
Packen wir es an, und zwar gemeinsam, über alle Fraktionsgrenzen hinweg – jetzt, und nicht später. Vielen Dank.
[1] «a hoax made up by people with evil intentions, and they’re heading down a path of total destruction», https://www.eenews.net/articles/con-scam-hoax-trumps-un-speech-on-climate/
[2] https://www.basf.com/global/en/media/news-releases/2023/10/p-23-327
[3] https://www.tagesanzeiger.ch/zuerich-stadtrat-hauri-denkt-ueber-klimaanlage-nach-551076335894
Christoph Riedweg ist emeritierter Professor für Latein und Griechisch und kann von der Antike nicht loslassen, denn «das Zeugs ist schlicht zu gut». Er engangiert sich in der Politik, weil er schlechte Entwicklungen sieht, für die er Parallelen in der Antike findet. Dass vermehrt der Ruf nach starken Herrschern laut wird («Red Caesarism»), erinnert an Platon und an den Übergang von der römischen Republik zum Kaisertum, wo die Beteiligung des Volkes stark zurückging.
Was Christoph Riedweg über die Reduktion des Geschichtsunterrichts an den Mittelschulen, von Ruth Dreifuss’ Vorschlag, die Folgen jedes neu beschlossenen Gesetz nach ein paar Jahren zu evaluieren und von den fehlenden Zapfsäulen für Elektroautos in der Stadt Zürich hält, erfahrt ihr in dieser Podcast-Episode.
«G oder L?» bedeutet für Christoph: Griechisch oder Latein.
Zwei wichtige Veranstaltungen, die Christoph Riedweg mitorganisiert:
– Dreikönigsgespräch mit Corina Gredig (Kreis 7&8), Daniel Binswanger (Kreis 7&8) und Christoph Riedweg (Kreis 7&8): Was ist nur mit unseren Demokratien los. Am 5. Januar um 18:30 Uhr im GZ Riesbach
– Scham und Schamlosigkeit in der Zuwanderungsdebatte mit Serap Kahriman, und Raphael Golta. Mit Input von Melinda Nadj Abonji. 23. Januar um 18:30 Uhr im GZ Hirslanden.
Was ist nur mit unseren Demokratien los?
Analysen und historische Längsschnitte, vom antiken Athen bis heute
Dreikönigsgespräch mit Nationalrätin Corina Gredig (Fraktionspräsidentin), dem Journalisten Daniel Binswanger (Co-Chefredaktor Republik) und dem Gräzisten Christoph Riedweg (Co-Präsident GLP 7&8); Moderation: Nicola Forster (Team Ensemble).
Montag 5. Januar 2026, 18.30–20 Uhr, Bühnensaal GZ Riesbach
Am Dreikönigstag, an dem traditionell die Könige im Mittelpunkt stehen, drehen wir den Spiess um – und sprechen über das Gegenteil: Demokratie.
Wir spannen den historischen Bogen von den frühen Volksversammlungen im antiken Athen bis zu den Herausforderungen unserer polarisierten Gegenwart. Was können wir aus früheren Epochen lernen? Und wie lässt sich der heutige Zustand unserer Demokratien verstehen?
Scham und Schamlosigkeit in der Zuwanderungsdebatte
Podium mit den Stadtpräsidiumskandidierenden Serap Kahriman (GLP) und Raphael Golta (SP), moderiert von Irène Troxler (ehem. Leiterin NZZ-Ressort Zürich, Kommunikationsspezialistin AOZ).
Mit einem Input der Schriftstellerin und Musikerin Melinda Nadj Abonji
Die Zuwanderungsdebatte hat in letzter Zeit wieder an Schärfe gewonnen. Sie schwankt zwischen beschämter Verschweigung und schamloser Ausnutzung zur politischen Profilbildung. Das Podium will der mit starken Emotionen verbundenen Frage nüchtern nachgehen. Welche Bedeutung hat Zuwanderung für die Stadt Zürich? Welche positiven und negativen Folgen sind damit verbunden? Wo ist die Politik gefordert und wie soll sie auf die durch unterschiedliche Narrative angeheizte Polarisierung reagieren?
Nach dem Rückblick aufs abgelaufene Vereinsjahr lernten die Anwesenden der Mitgliederversammlung im ABZ Silo die zweite GLP-Stadtratskandidatin Serap Kahriman kennen, bevor die Kandidierenden der Kreispartei 7 & 8 vorgestellt wurden. Die Liste spiegelt mit dem ausgewogenen Verhältnis von Geschlechter, Alter, Herkunft und Tätigkeitsfeldern das vielfältige Reservoir der Kreispartei, der auch Ständerätin Tiana Moser und Nationalrätin Corina Gredig angehören, schreibt die Partei. Angesichts zunehmender Polarisierung werde auf einen lösungsorientierten, konstruktiven Politikstil mit wirtschaftsliberalen Positionen sowie ökologischem Engagement und gesellschaftlicher Offenheit gesetzt.
Kulturkeller la marotte in Affoltern am Albis am 28. Februar 2025
Vortrag «Valori fondatori dell’Occidente – possono guidarci ancora?» im Rahmen der Veranstaltungsreihe «L'Occidente. Quale il Futuro del suo patrimonio di idee e di cultura?» der Associazione NEL Fare Arte nel nostro tempo am 9. November 2024 in Lugano.
Das im Dezember mit Lara Blatter geführte Interview ist am 4. Januar auf tsüri.ch erschienen: https://tsri.ch/zh/zuercher-kantonsratswahlen-2023-christoph-riedweg-glp-im-interview.MRHqDRLuEYOj0Y09
Zeitungsartikel
Neuere Zeitungsartikel von Christoph Riedweg zu drängenden zeitgenössischen Problemen aus historischer Perspektive
- https://www.nzz.ch/feuilleton/bildung-und-digitalisierung-schon-platon-kritisierte-die-schrift-ld.1468010
- https://www.nzz.ch/feuilleton/populisten-schon-platon-hat-vor-ihnen-gewarnt-ld.1503063
- https://geschichtedergegenwart.ch/kleon-populist-eine-griechische-komoedie-als-lehrstueck/
- https://www.news.uzh.ch/de/articles/2021/Seuche-in-Athen.html
Kontakt
Christoph Riedweg
Wir freuen uns über jede Unterstützung!
Grünliberale Kreispartei 7&8
IBAN: CH80 0900 0000 8576 5165 7 CHF
PC: 85-765165-7
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